Eigentlich traumhaft und komfortabel: Die zahlreichen wöchentlichen Trainingstermine der Vereinsjugend bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, aus einem großen Angebot frei nach Interesse und Motivation für sie das Richtige auszuwählen. Auf der anderen Seite der Medaille entsteht der Nachteil, dass sich viele unserer Jugendlichen untereinander kaum bzw. gar nicht kennen. Schade eigentlich, denn so bleiben auch einige Möglichkeiten ungenutzt.
Schon im vergangenen Herbst veranstaltete deshalb der Jugendausschuss ein gemeinsames Grillen der Vereinsjugend am Bootshaus, um diesem Umstand Abhilfe zu schaffen. Gegen Ende der kalten Jahreszeit organisierten wir nun erneut Veranstaltungen, um die einzelnen Gruppierungen der Vereinsjugend einander anzunähern und bekannt zu machen. Der Jugendausschuss unterstütze auch diese Initiative und übernahm einen Teil der Eintrittskosten.
Zum einen trafen wir uns am letzten Freitagmittag im Februar auf der Henkell-Kunsteisbahn zum Eislaufen – das Eis im Hafen war einfach noch zu dünn. Am folgenden Montagabend verabredeten wir uns zum Klettern in die Wiesbadener Nordwand. Beide Angebote stießen auf Anfangsinteresse, sodass man sie im Vorfeld nicht absagen musste. Nach ein paar kurzfristigen krankheitsbedingten Absagen verblieben leider nur fünf Jugendliche für das Eislaufen. Diese kleine aber feine Gruppe hatte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und herrlichem Sonnenschein viel Spaß zusammen und spielte vor allem den Klassiker Fangen. Sebastian ´Massot´ Werner und Ansgar ´Savchenko´ Berz als Betreuer verzichteten auf das Training der Hebefiguren und durften mitspielen. Auch für uns sehr spaßig!
Zum Klettern mit Trainer Sven fanden sich zehn Jugendliche aus unterschiedlichen Gruppen ein. Nach einer Sicherheitseinweisung im Toprope in der Anfängerwand teilte sich die Gruppe. Wir kletterten wechselweise in der Schnitzelgrube ohne Seilsicherung oder an nach Schwierigkeitsgrad ausgewählten Wänden im Toprope. Gerade das gegenseitige Sichern und Helfen bietet ungezwungene Situationen, mit den anderen in Kontakt zu kommen. Schön auch zu sehen, wie geübte Kletterer und Anfänger trotz unterschiedlicher Leistungsniveaus jeweils gefordert sind, beim Sichern gegenseitig Verantwortung übernehmen und gemeinsam agieren.
Beide Veranstaltungen waren inhaltlich sehr gelungen und sollten zukünftig etabliert werden. Höhere Teilnehmerzahlen sind angesichts der hohen Anzahl jugendlicher Mitglieder in der RWB sehr gut vorstellbar. Die Werbung für solche Veranstaltungen ist verbesserungswürdig und es müssen im Leistungsrudern Verletzungsvorbehalte gegenüber wertvollen Ergänzungssportarten abgebaut werden. Schön, wenn zukünftig auch Vertreter des Jugendausschusses teilnehmen können.
Weitere Veranstaltungen der „If the kids are united“-Reihe sind die jährliche Jugendversammlung am 12. März ab 17:00 Uhr im Kraftraum und am Freitag, den 16. März ab 14:00 Uhr die Teilnahme beim Dreck-Weg-Tag der Stadt Wiesbaden am Schiersteiner Hafen. Auch beim Anrudern am 01. Mai soll wieder eine alle Bereiche repräsentierende Vereinsjugend aktiv sein. Ob die Vision, die Vereinsjugend enger zusammen zu führen, erreichbar ist, wird davon abhängen, wie ausgeprägt Wille und Ausdauer - für Ruderer zwei elementare Eigenschaften – für diese Zielsetzung sind.
Ansgar Berz











